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AGB
AGB BauWalker.OS
Allgemeine Geschäftsbedingungen zur Nutzung von BauWalker.OS. Stand: 03.10.2026.
Diese AGB gelten für Unternehmer und Verbraucher. Regelungen, die nur für eine der beiden Gruppen gelten, sind ausdrücklich gekennzeichnet; § 14 (Widerrufsrecht) gilt nur für Verbraucher.
§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform BauWalker.OS („Plattform“) zwischen der Bergstone GmbH, Kolonnenstr. 8, 10827 Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg (Berlin) unter HRB 268920 B, vertreten durch den Geschäftsführer Stanislav Rayter, USt-IdNr. DE400358571, E-Mail info@bergstone.de („Anbieter“), und dem Kunden.
(2) Kunde kann sein, wer Unternehmer im Sinne des § 14 BGB ist („Unternehmer“), oder Verbraucher im Sinne des § 13 BGB mit Wohnsitz in Deutschland („Verbraucher“). Der Kunde gibt im Bestellvorgang an, ob er als Unternehmer oder als Verbraucher bestellt.
(3) Abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen eines Unternehmers werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht. Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB (§ 305b BGB).
§ 2 Leistungen
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Plattform für die Vertragslaufzeit über das Internet zur Nutzung bereit. Sie unterstützt Bau- und Projektprozesse, insbesondere Zahlungspläne, Abschlags- und Schlussrechnungen, Nachträge, Dokumentenverwaltung und -analyse, Besprechungsauswertung, Leistungsverzeichnisse und einen Chat-Assistenten. Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gewählten Tarif und der bei Vertragsschluss gültigen Leistungsbeschreibung, die dem Kunden im Bestellvorgang angezeigt und mit der Vertragsbestätigung übermittelt wird.
(2) Die Plattform wird auf Servern in Deutschland betrieben; Kundendaten werden in Deutschland gespeichert. Für einzelne Funktionen setzt der Anbieter Dienstleister ein, die in der Datenschutzerklärung unter https://app.bauwalker.de/datenschutz aufgeführt sind.
(3) Geplante Wartungen kündigt der Anbieter mindestens zwei Werktage vorher in der Plattform an; sie dauern höchstens vier Stunden je Kalendermonat und finden nach Möglichkeit außerhalb der Zeit Montag bis Freitag 7 bis 19 Uhr statt. Gegenüber Unternehmern schuldet der Anbieter eine Verfügbarkeit der Plattform von 99,0 % im Kalendermonat am Übergabepunkt (Internetanbindung des Rechenzentrums); angekündigte Wartungen bleiben dabei außer Betracht. Störungen, die auf Umständen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters beruhen (z. B. Störungen der Internetanbindung des Kunden, Angriffe Dritter trotz angemessener Schutzmaßnahmen, höhere Gewalt), hat der Anbieter nicht zu vertreten.
(4) Der Anbieter sichert die Kundendaten mindestens täglich auf räumlich getrennten Systemen in Deutschland und bewahrt die Sicherungen mindestens 14 Tage auf.
(5) Der Anbieter stellt während der Vertragslaufzeit die Aktualisierungen einschließlich Sicherheitsaktualisierungen bereit, die für den Erhalt der Vertragsmäßigkeit der Plattform erforderlich sind (§ 327f BGB).
(6) Über das zur Aufrechterhaltung der Vertragsmäßigkeit erforderliche Maß hinaus darf der Anbieter die Plattform nur ändern, wenn (a) hierfür ein triftiger Grund besteht, insbesondere die Anpassung an neue technische Standards, an Sicherheitsanforderungen oder an eine geänderte Rechtslage oder die Weiterentwicklung von Funktionen, (b) dem Kunden dadurch keine zusätzlichen Kosten entstehen und (c) der Anbieter den Kunden klar und verständlich über die Änderung informiert. Beeinträchtigt eine Änderung die Zugriffsmöglichkeit oder Nutzbarkeit der Plattform nicht nur unerheblich, informiert der Anbieter den Kunden innerhalb einer angemessenen Frist vor der Änderung auf einem dauerhaften Datenträger über deren Merkmale und Zeitpunkt sowie über das Recht des Kunden, den Vertrag innerhalb von 30 Tagen unentgeltlich zu beenden. Die Frist beginnt mit dem Zugang der Information oder, wenn die Änderung später erfolgt, mit der Änderung (§ 327r BGB).
(7) Die Plattform erbringt keine Rechtsberatung und keine Steuerberatung. Ihre Nutzung ersetzt nicht die Prüfung durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt bzw. eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater. Der Anbieter prüft nicht, ob im Einzelfall Ansprüche, Nachträge, Fristen oder sonstige Rechtsfolgen bestehen.
§ 3 Testphase, Vertragsschluss, Konto
(1) Mit der Registrierung kann der Kunde die Plattform für die bei der Registrierung angezeigte Dauer kostenlos testen. Die Testphase endet automatisch und geht nicht in einen kostenpflichtigen Vertrag über. Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt nur durch die ausdrückliche Bestellung eines Tarifs zustande.
(2) Im Bestellvorgang wählt der Kunde einen Tarif und eine Zahlungsperiode und gibt seine Daten und sein Zahlungsmittel ein. Vor Abschluss werden alle Angaben auf einer Übersichtsseite angezeigt; der Kunde kann sie dort prüfen und über die Bearbeitungsfelder oder die Schaltfläche „Zurück“ korrigieren. Mit Klick auf die Schaltfläche „Zahlungspflichtig bestellen“ gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Bestellung per E-Mail bestätigt oder den Tarif freischaltet, je nachdem, was zuerst geschieht.
(3) Vertragssprache ist Deutsch. Übersetzungen dieser AGB dienen nur der Information. Der Anbieter speichert den Vertragstext. Der Kunde erhält diese AGB, die Bestelldaten und die Widerrufsbelehrung nach Vertragsschluss per E-Mail; die jeweils geltenden AGB sind zudem unter https://app.bauwalker.de/agb abrufbar.
(4) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim, gibt sie nicht an Dritte weiter und informiert den Anbieter unverzüglich, wenn ihm ein Missbrauch bekannt wird. Pro Nutzer ist ein eigenes Konto zu verwenden. Die im Tarif enthaltene Zahl der Nutzer darf nicht überschritten werden.
(5) Wer als Unternehmer bestellt, sichert zu, in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln. Der Anbieter kann hierfür geeignete Nachweise verlangen, etwa die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder eine Gewerbeanmeldung.
§ 4 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde nutzt die Plattform nur im Rahmen dieser AGB und der geltenden Gesetze. Untersagt sind insbesondere Eingriffe in die Sicherheit oder Stabilität der Plattform, das automatisierte massenhafte Abrufen von Inhalten, das Umgehen von Zugriffsbeschränkungen, das Hochladen von Schadsoftware oder rechtswidriger Inhalte sowie die Nutzung zum Aufbau eines konkurrierenden Produkts.
(2) Der Kunde darf nur Inhalte hochladen und eingeben („Kundendaten“), zu deren Nutzung er berechtigt ist. Das gilt insbesondere für personenbezogene Daten Dritter (z. B. Handwerker, Nachbarn) und für urheberrechtlich geschützte Inhalte.
(3) Vor der Aufnahme einer Besprechung ist der Kunde verpflichtet, alle Teilnehmenden über die Aufnahme und ihre Verarbeitung in der Plattform zu informieren und ihre Einwilligung einzuholen (§ 201 StGB). Die Plattform fragt vor jedem Hochladen einer Aufnahme eine entsprechende Bestätigung ab.
(4) Unterlagen, die der Kunde gesetzlich aufbewahren muss (z. B. nach § 147 AO oder § 14b UStG), bewahrt er über die Vertragslaufzeit hinaus selbst auf und nutzt hierfür die Exportfunktion. Die Datensicherung durch den Anbieter nach § 2 Abs. 4 bleibt unberührt.
(5) Ein Unternehmer stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung frei, die auf einer von ihm zu vertretenden Verletzung der Pflichten nach Absatz 2 und 3 beruhen.
§ 5 KI-gestützte Funktionen
(1) Die Plattform nutzt KI-Sprachmodelle zur Dokumentenanalyse, Textzusammenfassung, Recherche und Entscheidungsunterstützung. KI-Ausgaben sind maschinell erzeugt, können unvollständig, veraltet oder fehlerhaft sein und werden als KI-generiert gekennzeichnet (Art. 50 Verordnung (EU) 2024/1689).
(2) KI-Ausgaben sind Entwürfe und Arbeitshilfen, keine verbindlichen Auskünfte. Der Kunde prüft sie vor ihrer Verwendung, insbesondere Beträge, Fristen, Rechtsnormen und Dokumente, die an Dritte gehen (z. B. Bauunternehmen, Behörden, Finanzamt). Rechnungsstellung und Zahlungsfreigaben führt die Plattform nur nach gesonderter Bestätigung durch den Kunden aus.
(3) Die KI-Funktionen sind Werkzeuge zur Unterstützung des Kunden. Der Anbieter schuldet ihre sorgfältige Bereitstellung nach dem Stand der Technik, nicht die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder rechtliche Verwertbarkeit einzelner KI-Ausgaben.
(4) Berechnungen (z. B. Abschlags- und Schlussrechnungen, Zahlungspläne) beruhen auf den Eingaben und Dokumenten des Kunden. Der Anbieter schuldet die rechnerisch richtige Verarbeitung dieser Eingaben nach den in der Plattform angezeigten Berechnungsregeln, nicht die Richtigkeit der Eingaben und nicht die vertragliche oder rechtliche Zulässigkeit der Abrechnung gegenüber Dritten.
§ 6 Preise, Zahlung, Rechnung
(1) Es gelten die Preise des bestellten Tarifs in der im Bestellvorgang angezeigten Zahlungsperiode (monatlich oder jährlich). Gegenüber Unternehmern sind die Preise Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, gegenüber Verbrauchern Endpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Die Umsatzsteuer wird in der Rechnung gesondert ausgewiesen.
(2) Die Vergütung ist jeweils im Voraus für die Zahlungsperiode zu zahlen. Die Zahlung erfolgt über den im Bestellvorgang angebotenen Zahlungsdienstleister, derzeit per Kartenzahlung einschließlich Apple Pay und Google Pay über SumUp. Zu Beginn jeder weiteren Zahlungsperiode wird die Vergütung mit dem hinterlegten Zahlungsmittel eingezogen; für die Zeit nach Verlängerung des Vertrags gelten § 7 Abs. 2 und 3.
(3) Der Anbieter stellt die Rechnung nach Zahlungseingang aus und übermittelt sie elektronisch (PDF per E-Mail) bzw. stellt sie in der Plattform bereit; der Kunde stimmt der elektronischen Rechnungsstellung zu. Auf der Rechnung ist vermerkt, dass bereits gezahlt wurde.
(4) Der Preis des gebuchten Tarifs ändert sich während der Vertragslaufzeit nicht einseitig. Wechselt der Kunde in der Kontoverwaltung in einen anderen Tarif, wird der Wechsel zum Ende der laufenden Zahlungsperiode wirksam; ab dann gilt der Preis des neuen Tarifs.
(5) Scheitert der Einzug der Vergütung oder wird eine Zahlung zurückgebucht, setzt der Anbieter dem Kunden eine Frist von mindestens 14 Tagen zur Zahlung und kündigt dabei die Sperre an. Zahlt der Kunde innerhalb der Frist nicht, darf der Anbieter den Zugriff auf die Funktionen der Plattform sperren. Anmeldung, Rechnungen, Zahlungsabwicklung, Kündigung, Support und Datenexport bleiben zugänglich. Die Kundendaten bleiben während der Sperre gespeichert; die Sperre endet mit der Zahlung. Kosten einer Rückbuchung trägt der Kunde, soweit er sie zu vertreten hat; ihm bleibt der Nachweis gestattet, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
(6) Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen sowie mit Forderungen aufrechnen, die mit der Forderung des Anbieters im Gegenseitigkeitsverhältnis stehen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht ihm nur wegen Ansprüchen aus diesem Vertrag zu.
§ 7 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag läuft zunächst für die gewählte Zahlungsperiode (ein Monat oder ein Jahr). Einen Monatstarif kann der Kunde bis zum letzten Tag der Zahlungsperiode zu deren Ende kündigen, einen Jahrestarif mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Zahlungsperiode.
(2) Für Unternehmer gilt: Der Vertrag verlängert sich jeweils um dieselbe Zahlungsperiode, wenn er nicht nach Absatz 1 zum Ende der laufenden Zahlungsperiode gekündigt wird. Der Anbieter kann mit einer Frist von drei Monaten zum Ende einer Zahlungsperiode kündigen.
(3) Für Verbraucher gilt: Wird der Vertrag nicht zum Ende der ersten Zahlungsperiode gekündigt, verlängert er sich auf unbestimmte Zeit. Der Verbraucher kann ihn dann jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen. Ab der Verlängerung wird die Vergütung monatlich im Voraus berechnet, bei Jahrestarifen in Höhe eines Zwölftels des Jahrespreises. Im Voraus gezahlte Vergütung für die Zeit nach Wirksamwerden einer Kündigung erstattet der Anbieter anteilig. Der Anbieter kann den verlängerten Vertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende kündigen.
(4) Der Kunde kann über die Schaltfläche „Verträge hier kündigen“ unter https://app.bauwalker.de/kuendigen (ohne Anmeldung erreichbar), in der Kontoverwaltung oder in Textform (z. B. E-Mail an info@bergstone.de) kündigen. Die Kündigung ist auch bei gesperrtem Zugriff möglich. Der Anbieter bestätigt den Eingang der Kündigung und den Zeitpunkt der Vertragsbeendigung unverzüglich per E-Mail.
(5) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (§ 314 BGB) bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Abmahnung erheblich gegen § 4 verstößt oder mit einem Betrag in Höhe von mindestens zwei Monatsentgelten in Verzug ist.
(6) Die Testphase kann der Kunde jederzeit ohne Angabe von Gründen durch Löschen des Kontos oder durch Mitteilung an den Anbieter beenden.
§ 8 Rechte an der Plattform und an Kundendaten
(1) Alle Rechte an der Plattform, der Software, den Vorlagen und Texten des Anbieters stehen dem Anbieter oder seinen Lizenzgebern zu. Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Recht, die Plattform im Rahmen des gebuchten Tarifs bestimmungsgemäß zu nutzen.
(2) Die Rechte an den Kundendaten verbleiben beim Kunden. Der Anbieter darf die Kundendaten speichern, verarbeiten und anzeigen, soweit dies zur Erbringung der Leistungen erforderlich ist. Zum Training von KI-Modellen verwendet der Anbieter Kundendaten nur, wenn der Kunde dem gesondert zugestimmt hat.
(3) An den mit der Plattform erzeugten Arbeitsergebnissen (z. B. Rechnungen, Leistungsverzeichnisse, Berichte) erhält der Kunde die Rechte, die er für deren Verwendung benötigt. Der Anbieter gibt keine Gewähr dafür, dass maschinell erzeugte Ergebnisse urheberrechtlich schutzfähig sind.
(4) Der Kunde kann seine Kundendaten während der Vertragslaufzeit jederzeit über die Exportfunktion herunterladen. Nach Vertragsende hält der Anbieter die Kundendaten 30 Tage zum Abruf bereit und stellt sie auf Verlangen unentgeltlich in einem gängigen, maschinenlesbaren Format bereit; Umfang und Formate ergeben sich aus der Exportspezifikation unter https://app.bauwalker.de/export. Danach löscht der Anbieter die Kundendaten einschließlich der Sicherungen innerhalb von 30 Tagen, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht des Anbieters entgegensteht. Für Verbraucher gilt ergänzend § 327p Abs. 3 BGB.
(5) Verlangt der Kunde den Wechsel zu einem anderen Anbieter oder in eine eigene Infrastruktur, gilt hierfür eine Frist von höchstens zwei Monaten. Der Anbieter unterstützt den Export innerhalb einer Übergangszeit von 30 Tagen; anschließend gilt Absatz 4. Mit Abschluss des Wechsels endet der Vertrag (Art. 23 ff. Verordnung (EU) 2023/2854).
§ 9 Mängel
(1) Der Anbieter beseitigt Mängel der Plattform innerhalb angemessener Frist. Der Kunde meldet Mängel möglichst genau (Zeitpunkt, Funktion, Fehlermeldung).
(2) Für Unternehmer gelten die gesetzlichen Vorschriften über die Miete (§§ 536 ff. BGB); Unternehmer melden Mängel unverzüglich. Die verschuldensunabhängige Haftung für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), ist gegenüber Unternehmern ausgeschlossen.
(3) Für Verbraucher gelten für Mängel und Aktualisierungen die Vorschriften über digitale Produkte (§§ 327 bis 327u BGB). Ihre Rechte hängen nicht von einer Meldung nach Absatz 1 ab.
(4) Für Schadensersatzansprüche gilt § 10.
§ 10 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei arglistig verschwiegenen Mängeln, bei Übernahme einer Garantie, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie nach Art. 82 DSGVO.
(2) Bei einfach fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentlich ist eine Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Gegenüber Unternehmern ist die Haftung nach Satz 1 zudem auf EUR [X] je Schadensfall und EUR [Y] je Vertragsjahr begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung bei einfacher Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(4) Gegenüber Unternehmern haftet der Anbieter für den Verlust von Daten bei einfacher Fahrlässigkeit nur für den Aufwand ihrer Wiederherstellung aus der jeweils letzten Sicherung nach § 2 Abs. 4.
(5) Verwendet der Kunde KI-Ausgaben oder Berechnungsergebnisse entgegen § 5 Abs. 2 ohne Prüfung, ist dies als Mitverschulden zu berücksichtigen (§ 254 BGB).
(6) Für Ausfälle und Fehler von Diensten Dritter, die der Kunde über Schnittstellen anbindet (z. B. WhatsApp, Telegram, Google Drive, OneDrive, E-Mail-Postfächer, Lexware, DATEV), haftet der Anbieter nur, soweit er sie zu vertreten hat.
(7) Ansprüche von Unternehmern auf Schadensersatz wegen einfacher Fahrlässigkeit verjähren in einem Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Dies gilt nicht in den Fällen des Absatzes 1.
(8) Die vorstehenden Regelungen gelten auch zugunsten der Organe, Mitarbeitenden und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 11 Vertraulichkeit
(1) Der Anbieter behandelt Kundendaten und sonstige Informationen des Kunden, die ihm im Zusammenhang mit dem Vertrag bekannt werden, vertraulich und nutzt sie nur zur Vertragserfüllung. Das gilt nicht für Informationen, die aufgrund gesetzlicher oder behördlicher Anordnung offenzulegen sind.
(2) Unternehmer behandeln vertrauliche Informationen des Anbieters, die ihnen im Zusammenhang mit dem Vertrag bekannt werden, ebenfalls vertraulich und nutzen sie nur zur Vertragsdurchführung. Ausgenommen sind Informationen, die öffentlich bekannt sind, rechtmäßig von Dritten erlangt wurden oder aufgrund gesetzlicher oder behördlicher Anordnung offenzulegen sind. Diese Pflicht gilt für die Vertragsdauer und drei Jahre darüber hinaus; Geschäftsgeheimnisse im Sinne des GeschGehG bleiben darüber hinaus geschützt.
§ 12 Datenschutz
(1) Die Verarbeitung personenbezogener Daten richtet sich nach der Datenschutzerklärung unter https://app.bauwalker.de/datenschutz.
(2) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag eines Unternehmers verarbeitet, insbesondere Daten Dritter in hochgeladenen Dokumenten, gilt die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO unter https://app.bauwalker.de/avv, die mit Vertragsschluss Vertragsbestandteil wird. Sie enthält die Liste der Unterauftragsverarbeiter einschließlich der Verarbeitungsorte.
(3) Nutzt ein Verbraucher die Plattform für persönliche oder familiäre Zwecke, verarbeitet der Anbieter die Daten, auch Daten Dritter in den Kundendaten, als Verantwortlicher nach Maßgabe der Datenschutzerklärung.
§ 13 Änderung dieser AGB
(1) Der Anbieter kann dem Kunden Änderungen dieser AGB mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Wirksamwerden in Textform mitteilen. Änderungen der Hauptleistung, des Preises und der Laufzeit sind nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden möglich.
(2) Gegenüber Unternehmern gilt eine Änderung als genehmigt, wenn sie aus triftigem Grund erforderlich ist (Gesetzesänderung, Änderung der Rechtsprechung, behördliche Vorgaben oder Schließung einer durch Unwirksamkeit entstandenen Regelungslücke), den Kunden nicht unangemessen benachteiligt und der Kunde nicht innerhalb der Frist nach Absatz 1 in Textform widerspricht. Der Anbieter weist in der Mitteilung auf die Frist und die Folgen eines Schweigens hin.
(3) Gegenüber Verbrauchern werden Änderungen nur wirksam, wenn der Verbraucher ihnen ausdrücklich zustimmt, etwa durch Bestätigung bei der Anmeldung in der Plattform. Schweigen gilt nicht als Zustimmung.
(4) Widerspricht der Kunde oder stimmt er nicht zu, läuft der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen weiter. Das Recht des Anbieters zur Kündigung nach § 7 Abs. 2 und 3 bleibt unberührt.
(5) Änderungen an der Plattform richten sich nach § 2 Abs. 6.
§ 14 Widerrufsrecht (nur für Verbraucher)
Verbrauchern steht bei Abschluss eines kostenpflichtigen Vertrags ein Widerrufsrecht nach Maßgabe der folgenden Widerrufsbelehrung zu. Unternehmern steht kein Widerrufsrecht zu.
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Bergstone GmbH, Kolonnenstr. 8, 10827 Berlin, Telefon: [ergänzen], E-Mail: info@bergstone.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Sie können Ihren Widerruf auch über unsere Widerrufsfunktion erklären. Sie erreichen sie über die Schaltfläche „Vertrag widerrufen“ in der Fußzeile jeder Seite von bauwalker.de und app.bauwalker.de sowie direkt unter https://app.bauwalker.de/widerruf.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Ende der Widerrufsbelehrung
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
An Bergstone GmbH, Kolonnenstr. 8, 10827 Berlin, E-Mail: info@bergstone.de:
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*)
Bestellt am (*)
Name des/der Verbraucher(s)
Anschrift des/der Verbraucher(s)
Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)
Datum
(*) Unzutreffendes streichen.
§ 15 Anwendbares Recht, Gerichtsstand, Streitbeilegung
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dem Kunden dadurch nicht der Schutz entzogen wird, den ihm zwingende Bestimmungen des Staates seines gewöhnlichen Aufenthalts gewähren.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand Berlin. Der Anbieter darf den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand verklagen.
(3) Der Anbieter ist zur Teilnahme an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle weder verpflichtet noch bereit.
§ 16 Sonstiges
(1) Erklärungen genügen, soweit nicht anders bestimmt, der Textform (z. B. E-Mail).
(2) Der Anbieter darf den Vertrag auf ein mit ihm verbundenes Unternehmen oder einen Rechtsnachfolger übertragen. Er informiert den Kunden mindestens vier Wochen vorher; der Kunde kann den Vertrag in diesem Fall zum Zeitpunkt der Übertragung kündigen.
(3) Sind einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam, bleibt die Wirksamkeit der übrigen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung (§ 306 BGB).